Verfasst von: irmgardk | 09/03/2009

Tun Sie nur, was Sie wirklich lieben!

Viele von uns haben im Laufe ihrer Erziehung folgende Sätze gehört: „Du kannst nicht immer nur tun, was dir Spaß macht. Du kannst dir nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Viele Dinge müssen einfach getan werden, ob du es willst oder nicht“. Kommt Ihnen das bekannt vor? Oder auch Sätze wie: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“.
Viele haben daraus den Schluss gezogen: Wenn es Spaß macht, dann ist es keine Arbeit. Und: Arbeit ernährt uns zwar, aber sie macht keinen Spaß.

Auch ich bin mit derartigen Sätzen groß geworden. Heute weiß ich jedoch: sie sind falsch. Denn: Wenn wir tun, was wir lieben, worin wir gut sind, was uns wirklich wichtig ist – dann macht das Spaß. Dann hauen wir uns ins Zeug und sind kaum mehr zu stoppen. Dann sind wir beflügelt oder im „flow“. Sicherlich haben Sie auch diese Erfahrung gemacht. Wann, bei welcher Tätigkeit haben Sie sich zuletzt richtig beflügelt gefühlt? Kosten Sie diese Erinnerung, diesen Moment aus.

Egal wie viel Geld, Prestige, Ansehen eine Tätigkeit bringt: wenn sie uns keine Freude macht, dann sollten wir die Finger davon lassen! Denn das ist auf lange Sicht ein Weg in die Depression. Damit wird Schritt, für Schritt unser ganzes Leben freudlos und vergiftet…. Das zu ertragen, ist nicht unsre Lebensaufgabe.

Was passiert, wenn ich etwas tue, das ich gar nicht will?

Wenn ich etwas nicht tun will, dann werde ich beim ersten Hindernis das Handtuch werfen. Eine Ausrede suchen, eine Pseudo-Tätigkeit suchen, in Krankenstand gehen…..Im Gegensatz dazu, werden mich Hindernisse nicht von meinem Weg abhalten, wenn ich ein Ziel verfolge, das mir wirklich wichtig ist.
Und dann werde ich alles tun, nur damit der Tag möglichst schnell vorbei geht. Und dann auf die paar Wochen Urlaub warten, um endlich zu leben. Ist das ein lohnenswertes Ziel? Das Leben ist zu kurz, um es dauerhaft in Unzufriedenheit zu verbringen!

Ein weiterer Grund, es nicht zu tun: Wenn ich meine Zeit mit Projekten oder Tätigkeiten fülle, die mir keine Freude machen, dann habe ich auch keine Zeit, um zu einer neuen Aufgabe JA zu sagen, die mich interessiert, die mein Herz schneller schlagen lässt.

Was würden Sie gerne tun, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen und Sie nicht scheitern könnten? Gestatten Sie sich einmal, sich Zeit für diese Frage zu nehmen. Was würden Sie wirklich, wirklich gerne tun?

Verfasst von: irmgardk | 09/03/2009

Organisationshilfe finden

Um Zeit für all ihre vielen Scanner-Interessen zu haben, sollten Sie Dinge auslagern, die Sie nicht gerne tun, in denen Sie nicht gut sind oder die Ihnen einfach zu langweilig sind. Anstatt eine Aufgabe über Tage oder gar Wochen vor uns herschieben, ist es da nicht besser jemanden zu finden, der diese Dinge gut und gerne tut? Egal ob dieser Jemand Ihren Haushalt, die Pflege Ihrer Datenbank oder Ihre Buchhaltung erledigt: wenn Sie eine Arbeit hassen, dann lassen Sie besser die Finger davon und beauftragen Sie jemanden, der genau diese Dinge tun möchte.
Finden Sie heraus, welche Tätigkeiten auf Ihrer To-Do-Liste Sie gerne auslagern möchten. Für alles gibt es Menschen, die das gerne tun! Ich habe zum Beispiel einmal eine Frau getroffen, die wirklich gerne bügelte und einen Bügelservice eröffnet hat. Und es gibt Leute, denen es Spaß macht, einen Fehler in der Buchhaltung zu suchen. Schlechtes Gewissen ist hier fehl am Platz. Holen Sie sich einfach Unterstützung.

Welche Möglichkeiten haben Sie dabei?
Sie können das im direkten Austausch tun (1 Stunde Massage gegen 1 Stunde Buchhaltung), Sie können einen neuen Arbeitsplatz schaffen oder Sie finden eine Studentin, einen Studenten, die sich gerne etwas dazu verdienen möchten. Oder eine nette Pensionistin, die gerne Ihren Hund spazieren führt oder auf Ihre Kinder aufpasst. Oder……
Hören Sie sich einmal in Ihrem Bekanntenkreis um, streuen Sie die Nachricht, dass Sie Hilfe bei XXXX suchen und lassen Sie sich überraschen, welche Lösung Sie finden werden.

Haben Sie eine gute Idee dazu? Haben Sie eine brauchbare Lösung gefunden, die Sie gerne mit uns teilen möchten? Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

Verfasst von: irmgardk | 30/12/2008

Könnte es sein, dass Sie ein Scanner sind?

Scanner sind Menschen mit so vielen Begabungen und Interessen, dass sie sich nicht für eine Richtung entscheiden können. Sie sind leicht und schnell zu begeistern, setzen sich mit ihrem ganzen Wesen für ihre Leidenschaften ein, sie haben Erfolg damit…. und plötzlich lassen sie es sein und wenden sich etwas Neuem zu.

 

Scanner sind neugierig und interessiert an der Welt und den Menschen. Sie helfen gerne und ohne große Worte, wenn sie helfen können. Sie lieben es, Probleme zu lösen, neue Wege zu gehen und ungewöhnliche Lösungen zu finden. Wenn es darum geht, anderen unbürokratisch zu helfen, sind sie dabei. Sie sind meist intelligent, unternehmungslustig und schnell im Denken. Oft sind sie als treibende Kräfte in  Pionierprojekten zu finden. Scanner sind auch am schnellsten burn-out gefährdet, da sie in ihrer Begeisterung oft übers Ziel hinaus schießen.

 

Mit dieser Vielfalt kann die Umwelt oft nicht Schritt halten. Freunde und Familie warten darauf, dass man sich für etwas entscheidet, endlich ein Studium abschließt, eine „richtige“ Karriere verfolgt. „Wann wirst du endlich erwachsen?“, ist eine oft gestellte Frage besorgter Familienmitglieder.  Das wiederum überfordert einen Scanner: Für ihn ist Entscheidung gleichbedeutend mit Einschränkung, Beschneidung,  Reduzierung…. 

  

Kommt Ihnen  manches bekannt vor?
Kennen Sie  ähnliche Situationen?
Haben Sie  genickt?

 

Nun, Sie sind  in bester Gesellschaft – es gibt ziemlich viele Scanner. Und die meisten kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen wie Sie.

Die gute Nachricht ist: Was Sie bisher möglicherweise als Handicap bezeichnet haben, ist in Wahrheit eine aussergewöhnliche Begabung! Sie sind ein Multitalent, dass sich in einer Welt zurechtfinden möchte, die weder Ihre Persönlichkeit noch Ihr Verhalten versteht.

 

Sie sind ein völlig anderes Geschöpf: hören Sie damit auf, der Norm entsprechen zu wollen und finden Sie statt dessen heraus, wie Sie ticken. Und wie Sie Ihre Begabungen fördern und Ihren persönlichen Beitrag in dieser Welt leisten können.  Denn genau das möchten Sie gerne tun, oder etwa nicht?

 

Willkommen auf meinen Seiten!    

 

Verfasst von: irmgardk | 30/12/2008

Und woher kommt eigentlich der Begriff Scanner?

Die amerikanische Autorin und Karriereberaterin Barbara Sher (www.barbarasher.com)  hat sich mit dem Thema schon einige Jahre beschäftigt. In ihrem Buch „Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste was“, widmet sie ein Kapitel diesem Menschentyp. Und im Frühjahr 2006 hat sie ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Refuse to Choose“. Es wurde binnen kurzer Zeit ein Riesenerfolg, weil es zum ersten Mal all jenen Menschen mit vielfältigen Begabungen und Interessen (=scanner) einen Weg weist, Lösungen aufzeigt und ihnen eine Zugehörigkeit verschafft. Sie hat auch ein Internet-Forum eingerichtet www.scannersrefusetochoose.com  Dort diskutieren englischsprachige Scanner über ihr Leben, ihre Hindernisse und Hürden sowie ihre Vorlieben und Interessen. Und geben einander Tipps und Unterstützung. Es eine Fundgrube an guten Ideen und inspirierenden Geschichten.

2008 ist dieses Buch auf deutsch erschienen: „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“.

Verfasst von: irmgardk | 30/12/2008

Wie ein junger Hund…

Haben Sie schon mal einen jungen Hund beobachtet? Wie er begeistert herumhüpft, alles was ihm unter die Nase kommt, untersucht, für jedes Spiel zu haben ist, nicht müde zu kriegen ist und mit seiner Begeisterung alle erfreut?

Nun, so sind Scanner auch! Und – im Unterschied zu den meisten anderen Menschen – haben sie diese Haltung nicht nur in ihrer Jugend sondern  das ganze Leben! Sie werden nicht müde, die Welt als ein Wunder zu betrachten, das erforscht werden will. Und das, was sie herausfinden, teilen sie auch gerne mit ihren Mitmenschen, um vielleicht auch deren Neugierde, deren Begeisterung zu wecken.

Scanner gehen auch in späteren Jahren gerne neue Wege: Mit 50 noch einmal mit dem Rucksack auf Weltreise gehen? Mit 60 noch einmal studieren? Einen sicheren Job kündigen, um sich mit einer neuen Idee selbständig zu machen? Das sind die Geschichten, die die Augen von Scannern zum Leuchten bringen!

Verfasst von: irmgardk | 30/12/2008

Was hindert Sie daran, Ihren Herzenswunsch umzusetzen?

Es ist immer eine interessante Frage: warum zögern wir, unsere Pläne umzusetzen, obwohl wir es „eigentlich“ wollen? Obwohl wir diesen Herzenswunsch haben oder unsere Idee gut finden? Im Gespräch mit meinen Workshop-Teilnehmerinnen kommen immer wieder ähnliche Antworten, auch wenn die Hintergründe sehr unterschiedlich sind. Kommt Ihnen einiges bekannt vor?

Hier sind die häufigsten Hindernisse:

1. Sie halten an die Regeln anstatt Ihrem Herzen zu folgen: Vielleicht haben Sie inzwischen vergessen, was Ihr ursprünglich Ziel war? Oder Sie haben bereits zu viel investiert, um Risken einzugehen? Dabei geht es gar nicht darum, ein Risiko einzugehen. Sondern es geht darum, einen innovativen aber möglichst sicheren Weg zu finden, um Ihr ursprüngliches Ziel zurück ins Leben zu holen.

2. Die Umsetzung Ihres Herzenswunsches wurde unterbrochen und nun wissen Sie nicht mehr, wie  Sie am besten in Ihre Spur zurück finden: Möglicherweise haben Sie ja eine Zeitlang einen Weg verfolgt, der inzwischen verschwunden ist. Dann geht es nun darum, einen neuen Weg zu finden. Aber wie?

Beispielsweise, in dem Sie mit anderen Menschen ein Brainstorming machst, oder eine sogenannte Ideenparty veranstalten. Dafür laden Sie einige gute Freunde und Freundinnen ein und bitten sie, ebenfalls ein paar nette Menschen mitzubringen, um gemeinsam neue Ideen auszuhecken. Sie werden staunen, wie viele neue Möglichkeiten Sie kennen lernen, von deren Existenz Sie bisher gar nicht gewusst hatten!

3. Sie glauben, dass fehlendes Geld das Problem ist. O.k., jeder muss essen, seine Miete und seine Rechnungen zahlen. Aber wieviel Geld brauchen Sie tatsächlich für Ihre Idee? Wenn Sie einfach damit beginnen, kleine Schritte zu machen, zu experimentieren, zu forschen, dann werden Sie herausfinden, wie wenig Geld eigentlich nötig ist, um das Wesen Ihres Herzenswunsches um zusetzen. Nehmen Sie nicht ungeprüft an, dass Sie eine Menge Geld brauchen – Sie könnten sich irren!

4. Sie wollen  so viele Dinge und weigern sich, eine Auswahl zu treffen. Nun, wenn Sie die Artikel hier gelesen haben, dann wissen Sie inzwischen, dass Sie gar nicht wählen müssen! Tun Sie einfach alles, was Ihnen wichtig ist. Wie?
- Sie lesen das Buch von Barbara Sher: „Du musst dich nicht entschieden, wenn du tausend Träume hast“
- Sie lesen die Einträge des englischen Forums „Refuse to Choose“, um sich weiter inspirieren zu lassen
- Sie suchen gleich gesinnte Menschen zur Unterstützung
- Sie wenden sich an erfahrene Beraterinnen oder Berater, um sich coachen zu lassen.
 

5. Sie warten darauf, dass etwas passiert. Vielleicht warten Sie auf Ihre Pension, oder auf eine Geschäftsidee oder einen interessanten Kontakt? Oder am Ende wissen Sie gar nicht mehr genau, worauf Sie warten? Fest steht: Warten ist nie eine gute Lösung!

Erkennen Sie sich hier wieder?  Was ist Ihr Lieblingshindernis? Was ist Ihre Beobachtung dazu? Wenn Sie einen ergänzenden Grund haben, setze ich ihn gerne auf diese Liste dazu. Gibt es etwas, was Sie davon abhält, Ihren Herzenswunsch zu verfolgen?

Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare!

Kategorien